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Google investiert in WordPress – Entsteht hier ein Gegengewicht zu Automattic?

Google macht ja schon länger in WordPress. Angefangen von Webinaren, Videoanleitungen und Tutorials über AMP und bezahlte Entwickler, die WordPress-Code beitragen.

Google hat also sowieso im WordPress-Universum einen Fuß in der Tür.

Jetzt geht man anscheinend einen Schritt weiter, was für die Zukunft einige Umbrüche bringen könnte.

Google sucht WordPress-Entwickler

Alberto Medinas Blogpost mit dem Aufruf an WP-Entwickler

 

Google sucht also nach WordPress-Entwicklern, die sich an folgende Themen ranmachen sollen:

  • Projekt Gutenberg vorantreiben, damit die Usability besser wird (Dringend notwendig)
  • Themes erstellen, die moderne Webtechnologien verwenden
  • Mitarbeit am AMP-Plugin (ich persönliche halte wenig von AMP!)
  • Mitarbeit am TIDE-Plugin (Plugin zur Bewertung der Codequalität von Plugins uvm)
  • Google Sitekit Plugin um  AdSense-, Analytics-,  PageSpeed- und Suchkonsolen-Daten gebündelt im WordPress Dashboard anzeigen zu können.

 

Diesem Aufruf sind schon mehrere bekannte Namen aus dem WordPress-Universum gefolgt, der bekannteste dürfte derzeit Weston Ruter sein, der in seinem Blogpost seine Beweggründe erklärt:

 

Gerücht am Rande: Laut Informierten, bezahlt Google in der Schweiz ein Einstiegsgehalt von 170.000 Franken – gerüchteweise ohne Garantie auf Richtigkeit.

Hintergründe: Mitbestimmung beim wichtigsten CMS?

Google meint es also ernst.

Warum überhaupt?

WordPress ist die Unterlage von ca 30% der Webseiten überhaupt. Es wäre von Google fahrlässig, hier irgendwelchen Playern das Feld allein zu überlassen ohne ein Mitspracherecht zu haben.

Die Strategie erinnert ein wenig an Microsoft – und das erste Bild in diesem Blogpost hat eine umwerfende Ähnlichkeit zu diesem Sujet:

Microsoft liebt Linux? Und Google jetzt WordPress? Zufall?

Microsoft weiß um die Dominanz von Linux in der Serverumgebung.

Google weiß um die Dominanz von WordPress im CMS-Umfeld.

Beide wissen, dass sie sich aktiv an der Entwicklung dieser Open Source Projekte kümmern müssen, um mitbestimmen zu können.

Das Problem bei Open-Source-Projekten aus der Sicht von Unternehmen ist halt, dass da meist Individualisten, Querköpfe und Spinner am Werk sind. Programmierer eben.

Und Programmierer sind meist schlechte Führungspersönlichkeiten.

Daher sind Ziele oft verwässert oder Entwicklungen gehen in falsche Richtungen oder Zersplittern sich uvm.

WordPress ist da ein bissl anders gelagert:

Besondere Situation von Automattic in der open source Welt

WordPress ist zwar open source, also kann von jedem verwendet und verändert werden.

Aber hinter WordPress steht eine erfolgreiche Firma, die eigentlich über alle Aspekte von WordPress bestimmen kann.

Angefangen vom Namen und Logo. Beides gehören Automattic bzw einer Stiftung rund um den Gründer von Automattic, Matt Mullenweg.

Matt gibt auch die Schlagrichtung vor. Also wohin sich WordPress als Projekt bewegen soll. Welche Ziele in den nächsten Releases, also den nächsten Versionen, verfolgt werden sollen.

Das hat alles sein Gutes. Automattic bezahlt eine Menge an Entwicklern, die am WP-Sourcecode weiterschreiben. Den Core also weiterentwickeln, verbessern und aktuell halten.

Gemäßigter Diktator als Warnsignal für Google?

Das ist ein großer Vorteil gegenüber anderen Open Source Projekten, die keinen potenten Geldgeber im Hintergrund haben.

Ohne Matt und Automattic gäbe es WordPress in der Form nicht. Da steckt sehr viel „privates“ Geld in einem quelloffenen CMS.  Das eigentlich von Nerds und Spinnern programmiert wird. Gerade open source Communitys haben selten eine Führungsperson.

Bei WordPress ist das anders, da gibt halt ein „gemäßigter Diktator“ den Ton an.

Liste bekannter gemäßigter Diktatoren (BDFL) auf Wikipedia

Und Diktatoren sind halt das, was sie sind: Machtmenschen, die oft irgendwann den Bezug zur Realität verlieren.

Wäre ich Entscheider bei Google, würde mich sowas hellhörig machen.

 

Realitätsverlust? Gutenberg-Drama? Betriebsblindheit? Wird Matt wunderlich?

 

WordPress ist gerade im Umschwung.

Mit Gutenberg kommt ein neuer Editor, der von der Idee her wirklich Gutes bringen wird.

Derzeit ist Gutenberg aber für Ottonormalverbraucher quasi unbenutzbar.

Die einfachsten Dinge sind nicht offensichtlich zu lösen.

Zb das Einfügen von Bildern in einen Text ist eine grenzwertige Erfahrung. Das hab ich von Anfang an kritisiert und auch den Core-Entwicklern mitgeteilt. Geändert hat man seitdem nix.

Zudem funktionieren responsive Images mit scrset noch nicht so, wie man das vom alten Editor gewöhnt ist. Problem? JA! Das kann sich schlecht auf das Google Ranking und die Benutzererfahrung auswirken. Warum? Weil Bilder nicht optimal sondern in zu großer Auflösung geladen werden.. Siehe: https://github.com/WordPress/gutenberg/issues/6177

Das Bilder-Einfügen ist also seit Anbeginn ein ungelöstes Problem und wird auch nicht Behoben, da von den Entwicklern und von Matt als „kein Problem“ angesehen werden.

Und da beginnen die Probleme. Die Offenheit der Core-Entwickler, die ja zu einem guten Teil Automattic-Mitarbeiter sind, ist nicht gegeben.
Im Gegenteil: Man fühlt sich sogar angegriffen, wenn man konstruktive Vorschläge und Kritik vorbringt.

 

Rund um das Thema hat sich eine Posse entwickelt, die derzeitig problematische Situation und das Spannungsfeld Automattic <-> Matt <-> WP-Entwickler verdeutlicht:

Link zum Tweet von John Blackbourn https://mobile.twitter.com/johnbillion/status/1058536248950833153

John Blackbourn ist ein wohlverdienter WordPress-Core-Entwickler und schmeißt jetzt das Handtuch, weil er merkt, was alle im Moment merken:

Wer konstruktive Kritik übt wird als Gegner von Gutenberg diffamiert..

Dazu kommt, dass Matt dem User die Schuld an der teilweisen Unbedienbarkeit von Gutenberg gibt:

Schuld ist immer der USER! Oh boy… Tweet von Matt: https://mobile.twitter.com/photomatt/status/1058497572111675393

Terminänderungen

Gutenberg und die Version 5.0 von WordPress hätten am 19. November veröffentlicht werden sollen.

Da war Gutenberg nicht fertig – daher gab es sehr viele Stimmen dagegen.

Und Moment. 19. November? Da war doch was! Ach ja, Thanksgiving-, Cybermonday- und BlackFriday-Woche. Die umsatzstärkste Woche im amerikanischen E-Commerce.

Was war das doch für ein grandioser Terminvorschlag….

Neuer Veröffentlichungstermin?

26. November.

Dieser Termin wird auch nicht halten.

Daher wird Dezember vorgeschlagen. Was natürlich keine gute Idee ist, kurz vor der Weihnachtszeit.

Also wird’s 2019 werden.

Das hört sich nicht nach stringentem Projektmanagement an…

Zudem fragen sich viele (Core-) Entwickler, wer denn das nun alles beschlossen hat.

WordPress wird von einer Open Source Community entwickelt. Diese ganzen Änderungen kommen aber nicht von der Community. Wer hat da also wohl das sagen und warum?

Ablenkungsmanöver

Im Moment dürfte Matt unter Stress stehen. Manche seiner Antworten sind daher ein bisserl wunderlich.

So gibt es Stimmen, dass es zu viele offene Issues für den Release Candidate von WordPress gibt. Wie antworten trotzige Kinder? Genau:

Aber xyz hat doch das Selbe gemacht, ällabätsch!

 

So könnte man diese Antwort auffassen:

Matt Mullenweg im WordPress-Core-Blog: https://make.wordpress.org/core/2018/11/19/5-0-gutenberg-status-update-nov-19/#comment-34455

Viele haben Angst vor einer Veröffentlichung einer neuen Major-Version im Dezember. Eh schon wissen: Weihnachten und Weihnachtszeit bei uns und noch mehr in den Staaten. Die obligatorische Matt-Antwort im Core-Slack-Channel:

Slack Nachricht von Matt: https://wordpress.slack.com/archives/C02RQBWTW/p1542837346944900

 

Und dann gäbe es noch diesen unrühmlichen Tweet, den ich hier mehr oder weniger unkommentiert stehen lassen möchte:

Stay classy, Matt! https://mobile.twitter.com/photomatt/status/1062475366462308355

Weitere Meinungen zu Matt, Gutenberg und Leadership

Der Kollege wirft ein paar interessante Fragen rund um die Rolle von Matt und den Release von Gutenberg auf. Er spricht darauf an, dass WordPress eigentlich kein Automattic-Produkt sondern ein Community-Produkt ist.

https://de.wikipedia.org/wiki/Benevolent_Dictator_for_Life

 

Conclusio

Im Moment ist viel los im WordPress-Universum.

Es stehen gravierende Änderungen an, die zukünftige User verstören oder verzücken könnten.

Dennoch herrscht ein bissl Chaos.

Durch die aktuellen Schritte, die Google im WordPress-Universum unternimmt, kommt es mir so vor, als wollte Google einen stabilisierenden Faktor reinbringen. Natürlich geht es da aber auch um Mitbestimmung.

Derweilen nur schleichend und nicht offensichtlich.

Ich bin gespannt, ob ich mit dieser Theorie auch nur annähernd richtig liege.

Aus betriebswirtschaftlicher Sicht wäre es nur logisch.

Links

Nonces in WordPress

Im WP-Kontext sind Nonces eine zufällige Aneinanderreihung von Zahlen und Buchstaben, die zwar mehrmals verwendet werden (im Gegensatz zur üblichen Implementierung von Nonces – Number used once), aber ein klar definiertes Ablaufdatum haben.

Wie bereits im Artikel WordPress Sicherheit bei Formulareingaben und AJAX Aufrufen – verwendet Nonces! beschrieben wurde, sollen Nonces dabei helfen, URLs und Formulare auf Websites vor missbräuchlicher Benutzung und anderem Unfug zu schützen.

Erstellung

URLs

werden mit wp_nonce_url( $actionurl, $action, $name ); aufgerufen.

  • $actionurl ist die URL, die wir mit der Nonce „absichern“ wollen.
    • required; Default: None
  • $action ist der Name der action, die wir frei wählen können.
    • optional; Default: -1
  • $name ist der Name der so generierten Nonce.
    • optional; Default: _wpnonce

Als Rückgabewert erhalten wir eine bereinigte URL mit zusätzlicher Nonce. Diese sieht in etwa so „http://example.com/wp-admin/post.php?post=123&action=trash&_wpnonce=b192fc4204“ aus.

Forms

werden mit wp_nonce_field( $action, $name, $referer, $echo ); aufgerufen. Diese Funktion generiert uns bis zu zwei hidden input Elemente.

  • $action definiert den Namen der action.
    • optional, aber empfohlen; Default: -1
  • $name ist der Name der so generierten Nonce.
    • optional. Default: _wpnonce
  • $referer gibt an, ob ein zusätzliches hidden input Element erstellt werden soll, das den Output der Funktion wp_referer_field beinhaltet.
    • optional; Default: true
  • $echo gibt an, ob die so erstellten inputs im HTML ausgegeben werden.
    • optional; Default: true

Als Rückgabewert erhalten wir ein oder zwei hidden input Elemente, wenn $referer true ist.

Beispiel für wp_nonce_field in Formularen.

Validierung

Allgemein

check_admin_referer( $action, $name ); überprüft sowohl die Nonce als auch den $referer.

  • $action ist der Name der action, die wir frei wählen können.
    • optional; Default: -1
  • $name ist der Name der so generierten Nonce.
    • optional; Default: _wpnonce
AJAX

check_ajax_referer( $action, $query_arg, $die ); überprüft nur die Nonce im Zuge eines AJAX-Requests.

  • $action ist der Name der action, die wir frei wählen können.
    • optional; Default: -1
  • $query_arg ist der Name der so generierten Nonce
    • optional; Default: false
  • $die gibt an, ob das script angehalten werden soll, wenn die Überprüfung fehlschlägt
    • optional; Default: true
Basic

wp_verify_nonce( $nonce, $action ); überprüft nur die Nonce.

  • $nonce ist der Name der Nonce, die überprüft werden soll.
    • required; Default: None
  • $action ist der Name der action.
    • optional; Default: -1

Eine einfache Überprüfung könnte z.B. so aussehen:

Validierung der wp-nonce mit wp_verify_nonce.

Weiterführende Informationen:

Update vom 10. Juli. 2018:
In der Wikipedia gibt es jetzt eine Erklärung zum Begriff „Nonce“:
https://de.wikipedia.org/wiki/Nonce

Das verwünschte HTTP Error Problem beim Medienuploader

Es ist einer der ärgerlichsten Probleme mit WordPress die man kennt.

Ein Fehler beim Upload von Bildern.

Man sucht alle Logdaten durch, schaut sich die Firewall und Jails an und kommt nicht dahinter, woher das Problem kommt.

Es gibt für das Problem mehrere Ursachen und einige Lösungen.

Gesperrte IP-Adresse?

Es kann zb bei Plesk passieren, dass die eigenen IP-Adresse gesperrt ist.

Das kann man einfach begutachten und beheben, indem man bei den Tools & Einstellungen die eigenen Adresse wieder freischaltet:

 

ModSecurity/WebAppFirewall überprüfen

ModSecurity kannn oft die Ursache für ein Problem beim Medienupload sein.

In den Einstellungen von Plesk wird sogar darauf hingewiesen, dass manche ModSecurity Regelsätze Probleme mit zb WordPress bereiten.

Sicherheitsplugins überprüfen

Plugins wie iThemes Security, Wordfence o.ä. können auch dafür zuständig sein, dass gewisse Anfrangen an WordPress nicht weitergeleitet oder geblockt werden.

 

PHP-Version ändern

Oft hilft es auch einfach die PHP-Backend-Version auf zb FastCGI zu ändern.

So geht das beispielhaft:

Apache oder Server neu starten

Die Holzhammer-Methode wäre es, den Apache oder den Server neu zu starten.

feuer photo

Das hilft aber manchmal!

Wenn Updaten nicht funktioniert und WordPress FTP Verbindungsdaten verlangt…

…stehen bald Schweißperlen auf der Stirn.

Dabei gibt es ein paar relativ einfache Möglichkeiten um WordPress dazu zu bringen, seiner Arbeit ganz normal nachzugehen.

Einstellen der FTP Zugangsdaten in wp-config.php

Oft reicht es einfach, die FTP Zugangsdaten einzugeben und von FTP auf FTPS umzustellen.

Wenn das nicht funktioniert oder das dauernde Eingeben nervt, kann man die Zugangsdaten in der wp-config.php hinterlegen:

define('FS_METHOD', 'direct');
define('FTP_BASE', '/var/pfad/zum/richtigen/wordpress/verzeichnis');
define('FTP_USER', 'meinftpusername');
define('FTP_PASS', 'dasftppasswort');
define('FTP_HOST', 'ftp.meinedomain.com');
define('FTP_SSL', true);

Es kann sein, dass diese Einstellungen nicht gleich funktionieren. In dem Fall muss man sich mit den einzelnen Parametern ein bisschen spielen, und zb FS_METHOD auf auf ftpext, ssh2 o.ä umstellen.
Natürlich kann es sein, dass man SSL nicht verwenden kann. Dann muss man einfach die letzte Zeile weglassen.

Die einzelnen Möglichkeiten sind im WordPress Codex nachzulesen:

 http://codex.wordpress.org/Editing_wp-config.php#WordPress_Upgrade_Constants

http://codex.wordpress.org/Editing_wp-config.php#WordPress_Upgrade_Constants

Änderung der Berechtigung am Server mittels SSH

Wenn sich WP oder Plugins nicht updaten lassen kann auch ein Rechteproblem vorliegen. Der erste Schritt ist mal zu schauen, ob die Dateien/Ordner schreibgeschützt sind und dann den User zu überprüfen. Oft ist der FTP-Benutzer ein anderer als der Webserver und wenn da die Gruppe nicht passt, geht das Update nicht weil die Berechtigungen fehlen.

Wenn man SSH-Zugang (SFTP mit Shell) hat, dann kann man die Eigentümer evtl. direkt am Server auf den Webserver-Benutzer ändern (sofern der SSH/SFTP-Benutzer dazu das Recht hat). Der Webserver Benutzer heißt meistens www-data (lässt sich rausfinden indem man ein php-Script hochlädt und dann ausführt, welches eine Datei anlegt).

Mit folgendem Einzeiler kann man den Eigentümer recht zügig ändern:

find . -user <alterBenutzer> -exec chown www-data:www-data {} \;

Der Befehl macht folgendes:

Finde alle Dateien im aktuellen Verzeichnis oder darunter (.) die dem Benutzer <alterBenutzer> gehören und übereigne sie an Benutzer www-data und Gruppe www-data.

UPDATE: Wie ist das mit den Rechten gemeint?

Kurz: Es fehlt die Schreibberechtigung. Die aktuelle WP-Instanz darf eventuell nicht auf die Festplatte schreiben. Also der Benutzer, der für das Ausliefern der Seiten zuständig ist. Auf einem Webserver laufen viele Dienste. Diese werden oft direkt einem Benutzer zugewiesen. Der Webserver auf Linuxgeräten ist oft dem Benutzer „www-data“ zugewiesen.

Wenn der Benutzer “ www-data“ jetzt keine Schreibberechtigung hat, können auch keine Updates durchgeführt werden. Updates lösen ja einen Schreibvorgang auf der Festplatte des Servers aus.

Wenn das Problem bei einer bisher funktionierenden WordPress-Instanz auftritt, kann auch der Host/Server/vServer daran Schuld haben.

UPDATE: Ich kann mich per FTP verbinden, aber diese Daten funktionieren in der wp-config.php nicht!

Das Problem lässt sich oft lösen, indem man mit dem FS_METHOD-Parameter herumspielt.

Es gibt da vier Auswahlmöglichkeiten, die man durchprobieren kann:

Näheres befindet sich im Bereits verlinkten Artikel im Codex zum Thema wp-config.php.

Eine andere Möglichkeit ist, dass der Hoster auf eine sichere Verbindung umgestellt hat, dann muss man FTP_SSL auf true setzen:

define( 'FTP_SSL', true );

Es kann auch sein, dass man den Port explizit angeben muss, wobei 666 nur als (unrealistisches!) Beispiel für den Port herhalten muss. Ein Standard wäre zb der Port 21.

define( 'FTP_HOST', 'ftp.meinedomain.com:666' );

Dont’s

Natürlich könnte man per FTP zb die Verzeichnisrechte auf 777 setzen. Das ist eine ganz ganz schlechte Idee, denn dann hat jeder alle Berechtigungen.

Was ist dbDelta() und wofür brauch ich das?

dbDelta() ist so eine WordPress-Funktion, die einem immer ein bisserl Kopfzerbrechen bereitet aber extremst hilfreich ist.

Worum geht’s bei dbDelta()?

Die Developer-Seite sagt:

Modifies the database based on specified SQL statements.

Also:
Ändert die Datenbank aufgrund von angegebenen SQL-Anweisungen.
Die Funktion ist sehr hilfreich wenn’s darum geht, eine neue, eigene Tabelle anzulegen. Wenn mir die WP eigene Tabellenstruktur nicht ausreicht und ich mit WP-Bordmitteln (Funktionen) also eine Tabelle erzeugen will.

Doch nicht nur erzeugen ist möglich, auch das Abändern.

Genau da wird’s praktisch! Ich kann meine eigenen Tabellen ohne großen Aufwand, ohne große Überlegungen ändern.
Also Spalten einfügen, Datentypen anpassen o.ä.
Was dbDelta() in dem Zusammenhang nicht kann, ist löschen.

Die Probleme?

Man muss sehr genau sein, was die Anweisungen für dbDelta() betrifft.
Genau heißt in dem Fall, dass es sogar auf ein Leerzeichen zu viel ankommt oder auf die komplette Großschreibung einzelner Wörter.
Die genaue Liste der einzelnen Problemfelder von dbDelta() ist bei folgenden Links ersichtlich:

https://codex.wordpress.org/Creating_Tables_with_Plugins#Creating_or_Updating_the_Table
https://codex.wordpress.org/Creating_Tables_with_Plugins#Creating_or_Updating_the_Table

 

http://wordpress.stackexchange.com/questions/78667/dbdelta-alter-table-syntax/78670#78670
http://wordpress.stackexchange.com/questions/78667/dbdelta-alter-table-syntax/78670#78670

Hilfe in Sicht?

Ja! Es tut sich natürlich immer irgendwo etwas im WordPres-Universum.

Dominik Schilling, ein Core-Entwickler hat Verbesserungen angekündigt, die zb. die oben angesprochenen Probleme beheben.

 

https://twitter.com/ocean90/status/753244345629827072
https://twitter.com/ocean90/status/753244345629827072

https://make.wordpress.org/core/2016/07/13/dbdelta-updates-in-4-6/

dbDelta() updates in 4.6


https://make.wordpress.org/core/2016/07/13/dbdelta-updates-in-4-6/

 

Wer sich für die noch offenen Baustellen interessiert wird hier fündig:

https://core.trac.wordpress.org/query?status=!closed&summary=~dbDelta
https://core.trac.wordpress.org/query?status=!closed&summary=~dbDelta

 

https://developer.wordpress.org/reference/functions/dbdelta/
https://developer.wordpress.org/reference/functions/dbdelta/

https://codex.wordpress.org/Creating_Tables_with_Plugins
https://codex.wordpress.org/Creating_Tables_with_Plugins

 

ACF – Felder vor dem Anzeigen und Speichern ändern

ACF ist ein wunderbares Tool, um strukturierter Daten in WordPress Posts speichern zu können.

Bevor das einzelne Felder im Backend angezeigt wird, kann es mit einem Hook verändert werden.
Das ist dann interessant, wenn ich mit diesen Metadaten vor dem Anzeigen etwas machen will. ZB Texte dranhängen, Berechnungen durchführen o.ä.

Nicht nur für’s Anzeigen gibts einen Hook sondern auch für den Fall, dass ich vor dem Speichern in die Datenbank etwas mit dem Feldinhalt anstellen will.

Warum können die Hooks so interessant sein?

Weil ich zb Daten in eine externe Tabelle speichern will – wie das zb hier besprochen wird:

 

https://support.advancedcustomfields.com/forums/topic/custom-database-table/
https://support.advancedcustomfields.com/forums/topic/custom-database-table/

https://support.advancedcustomfields.com/forums/topic/dynamic-select-from-other-plugin-table/
https://support.advancedcustomfields.com/forums/topic/dynamic-select-from-other-plugin-table/

Hook vor dem Anzeigen – acf/load_value

https://www.advancedcustomfields.com/resources/acf-load_value/
https://www.advancedcustomfields.com/resources/acf-load_value/

Für das Ändern des Feldinhaltes vor der Ausgabe gibt es den acf/load_value Hook.
Es gibt vier Möglichkeiten, um sich in das Feld vor dem Anzeigen reinzuhängen.

Genereller Hook

Dieser Filter greift für jedes Feld – schlägt also bei jedem Feld an.
Das ist dann sinnvoll, wenn ich jedes Feld ändern will oder ich einen Feldtyp nicht ausschließen kann. Oder wenn ich den Namen oder die ID des Feldes nicht kenne.
Da der Hook immer greift, kann es zu Performance-Problemen kommen.

// acf/load_value
add_filter('acf/load_value', 'funktion_fuer_load_value_hook', 10, 3);

Hook für einen bestimmten Feldtyp

Wenn ich nur einen bestimmten Feldtypen behandeln will, ist das hier der richtige Hook.
Hier eine Übersicht der möglichen Feldtypen

Auswahlmöglichkeit der Feldtypen in ACF
Auswahlmöglichkeit der Feldtypen in ACF
// acf/load_value/type={$Feldtyp}
add_filter('acf/load_value/type=select', 'funktion_fuer_load_value_hook', 10, 3);

Hook für den vergebenen Namen eines Feldes

Wenn ich den Namen eines Feldes kenne und gezielt dieses Feld ansprechen will, bin ich hier richtig.
Der Name ist im Backend bei den Feld-Gruppen ersichtlich:

Feldname in ACF
Feldname in ACF
// acf/load_value/name={$Feldname}
add_filter('acf/load_value/name=e_mail_adresse_1', 'funktion_fuer_load_value_hook', 10, 3);

Hook für eine eindeutigen ID

Jedes Feld in ACF bekommt eine eindeutige ID, zb wie in folgendem Screenshot „field_56ac02513c8de“.
Diesen kann ich gezielt ansprechen. Dadurch wird der Code wenig dynamisch – da ich ja irgendwie den Key im PHP-Code hinterlegen muss. Unproblematischer ist das, wenn ich die ACF-Struktur sowieso per PHP bereitstelle.

Eindeutige ID - Key
Eindeutige ID – Key
// acf/load_value/key={$Feld-ID}
add_filter('acf/load_value/key=field_56ac02513c8de', 'funktion_fuer_load_value_hook', 10, 3);

 

Hook vor dem Speichern – acf/update_value

Gleich wie beim Filter load_value gibt es für den Schritt vor dem Speichern der Feldinhalte einen Hook.
Dieser nennt sich acf/update_value.
Dieser kann wieder die gleichen vier Szenarien wie oben abgreifen.
Daher gibt es je einen Hook für

  • alle Felder –  ‚acf/update_value‘
  • für einen bestimmten Feldtypen –  ‚acf/update_value/type=select‘
  • für einen vergebenen Feldnamen  – ‚acf/update_value/name=e_mail_adresse_1‘
  • für eine eindeutige ID –  ‚acf/update_value/key=field_56ac02513c8de‘

https://www.advancedcustomfields.com/resources/acf-update_value/
https://www.advancedcustomfields.com/resources/acf-update_value/

 

ACF Quelltext

Im Quelltext von ACF werden die Hooks so bereitgestellt:

ACF-Quelltext load_value Hooks
ACF-Quelltext load_value Hooks

 

https://github.com/elliotcondon/acf/search?utf8=%E2%9C%93&q=load_value
https://github.com/elliotcondon/acf/search?utf8=%E2%9C%93&q=load_value

 

Problem: Speichern leerer Inhalte in der Postmeta-Tabelle

Wenn ich zb manche ACF-Felder exklusiv in einer eigenen Tabelle speichern will, dann sollen die Daten ja nur dort auftauchen.
Das funktioniert, wenn ich mich in den acf/update_value Hook reinhänge und einen leeren Wert zurückgebe.
Das kann aber zu einem Problem werden, weil ACF dennoch Daten in der Postmeta-Tabelle speichert. Eben einen leeren Wert:

Leere Werte in Postmeta-Tabelle
Leere Werte in Postmeta-Tabelle

Beheben könnte ich das zb, indem ich mich in der WordPress eigenen Funktion update_metadata in den Hook „update_{$meta_type}_metadata“ reinhänge und bestimmte meta_keys behandle:

https://github.com/WordPress/WordPress/blob/e6267dcf19f1309954e04b65a7fa8e9e2df5d0a4/wp-includes/meta.php#L143

https://github.com/WordPress/WordPress/blob/e6267dcf19f1309954e04b65a7fa8e9e2df5d0a4/wp-includes/meta.php#L187

Update Metadata Hook
Update Metadata Hook

Links

https://www.advancedcustomfields.com/resources/acf-update_value/

https://www.advancedcustomfields.com/resources/acf-update_value/

https://www.advancedcustomfields.com/resources/acf-load_value/

 

https://www.advancedcustomfields.com/resources/#field-types
https://www.advancedcustomfields.com/resources/#field-types

Dynamic Select from other plugin table?


https://support.advancedcustomfields.com/forums/topic/dynamic-select-from-other-plugin-table/

Aktueller Status 2016

Wir bekommen die letzten Monate über öfters die Frage gestellt, warum wir keine neuen Blogartikel veröffentlichen.

Derzeit sind wir bis in den Herbst hinein mit einem großen und langfristigen Projekt betreut. Das freut uns auf der einen Seite sehr, weil es eine reizvolle Herausforderung ist. Auf der anderen Seite müssen wir die meisten Anfragen potentieller Kunden leider abweisen. Ab Herbst 2016 wird das aber besser.

Intern passiert bei uns im Moment aber einiges:

Fixer Mitarbeiter

In unserem Umkreis bewegen sich zwar einige Freelancer und Partner, bis dato haben wir aber noch keinen fixen Mitarbeiter. Das ändert sich gerade und es schaut gut aus mit einem zukünftigen Kollegen. Wenns dann soweit ist, werden wir auch eine Blogartikelserie starten, die das Thema „Wie werde ich WordPress-Entwickler/Webentwickler“ behandelt.

GmbH

Wir sind gerade dabei unsere GesbR in eine GmbH umzugründen. Das ist ein logischer Schritt ab einer gewissen Größe, einem gewissen Umsatz und aufgrund der angedachten Zielen.
Für unsere Kunden ändert sich nix in der Geschäftsbeziehung. Wir haben dann einfach eine andere UID und eine Firmenbuchnummer.

Zukäufe/Übernahmen

Derzeit stehen wir in Verhandlungen, eine andere bekannte WordPress-Marke aus Österreich zu übernehmen. Wir werden diese Marke weiterführen und mit neuem Leben füllen. Dadurch wird ein Firmenbereich geschaffen, der nichts mit Agenturzusammenarbeit zu tun hat. Mehr dazu dann gegen Jahresende.

 

WordCamp Europe in Wien

Natürlich lassen wir uns das erste WordCamp Europe auf österreichischem Boden nicht entgehen! Wir werden mit drei Mann von 24. bis 26. Juni vor Ort sein und freuen uns auf andere interessante WordPress Geister.

https://2016.europe.wordcamp.org/

Pro bono

Wie jedes Jahr bieten wir zu Weihnachten ein Projekt im Wert von ca 1.000 € pro bono an. Da unser Zeitbudget heuer knapp wird bitten wir darum, eventuell uns schon jetzt die Ideen zukommen zu lassen. Wie gehabt setzen wir ein Projekt gratis um, wenn es einem guten Zweck dienen soll.

 

 

 

 

 

Wie werde ich Emojis los – soll ich überhaupt?

Kurzerklärung

Emojis sind ein moderner Weg der Kommunikation. Die Verwendung kostet aber Ladezeit und Geschwindigkeit. Emojis wird man mit dem Disable Emojis Plugin los.

https://wordpress.org/plugins/disable-emojis/
https://wordpress.org/plugins/disable-emojis/

Die Basics

Die Entwicklung von Emoji-Support begann rund um den Februar 2015.
Mit der Version 4.2 unterstützte WordPress Emojis dann im Core.

Emojis sind diese kleinen smileyähnlichen Bildchen wie das hier:

Emoji aus dem Noto Font
Urheber: Google

Damit kann man sprachunabhängig kommunizieren, wenn man will.
Emojis helfen zumindest recht einfach und schnell, seine Emotionen in größerem Umfang wiederzugeben.

Das Problem: Viele Smartphones unterstützen Emojis von Haus aus, daher steigt die Verwendung.
Aber nicht alle Geräte und (Desktop-) Browser können von sich aus Emojis anzeigen, deshalb wird in WordPress eine kleine JavaScript-Datei geladen die überprüft, ob Emojis korrekt angezeigt werden können.

Wenn das nicht passiert, könnte es so ausschauen wie im WordPress Codex:
Textstelle ohne Emojisupport
Daher werden Emojis dort durch Bilder ersetzt, wo der Browser keine Emojis anzeigen kann.

Damit hab ich nicht so unschöne Ergebnisse wie im WordPress Codex.

 

Probleme?

  • Verlängerung der Ladezeit und der Geschwindigkeit
  • Einbinden von Inhalten, die auf fremden Servern gehostet werden

 

Damit das jetzt reibungslos funktioniert, wird eben eine kleine JavaScript-Datei geladen. Diese ist ca 5Kb groß und verursacht einen eigenen Request.
Das Script checkt jetzt, ob Emoji Support da ist. Wenn dem nicht so ist, werden Emojis durch Bilder ersetzt, damit der Inhalt nicht verschandelt ausschaut.

Welche Auswirkungen hat das auf die Seiten-Renderzeit?
Hier die Angaben aus dem entsprechenden Ticket:

Now the JS takes 1.6ms to run – 1.5ms for the JS, and 0.1ms for the style recalculation. About 0.01ms is added per emoji replaced. If we need to load Twemoji: Parsing twemoji.js: 0.8ms

Die JS Datei braucht also 1.6 ms für das Parsen. Das Behandel pro Emojis kostet 0.01ms. Wenn die Twemoji Datei geladen werden muss, kommen noch 0.8ms hinzu. (Twemoji bietet Unterstützung für Emojis, wenn der Browser/das Gerät keine Emojis versteht)

Der zweite Punkt ist, dass die Emojis von wordpress.org geladen werden, wenn diese in Bilder umgewandelt werden müssen:

?

Firebug Ansicht vom Emoji img src

Das kostet einerseits wieder einen Request und eine DNS Abfrage des wp.org Hosts und andererseits hat dann ein anderer Server als mein eigener, Zugriff auf Daten meiner Besucher.

Wie werde ich die Emoji-Unterstützung los?

Der einfachste und empfohlene Weg ist das Disable Emojis Plugin.

https://wordpress.org/plugins/disable-emojis/

Der Code hinter dem Plugin ist umfangreicher als gedacht:

function disable_emojis() {
	remove_action( 'wp_head', 'print_emoji_detection_script', 7 );
	remove_action( 'admin_print_scripts', 'print_emoji_detection_script' );
	remove_action( 'wp_print_styles', 'print_emoji_styles' );
	remove_action( 'admin_print_styles', 'print_emoji_styles' );	
	remove_filter( 'the_content_feed', 'wp_staticize_emoji' );
	remove_filter( 'comment_text_rss', 'wp_staticize_emoji' );	
	remove_filter( 'wp_mail', 'wp_staticize_emoji_for_email' );
	add_filter( 'tiny_mce_plugins', 'disable_emojis_tinymce' );
}
add_action( 'init', 'disable_emojis' );

https://plugins.trac.wordpress.org/browser/disable-emojis/trunk/disable-emojis.php#L29

Aus der Sicht eines WordPress-Entwicklers ist das ziemlich umständlich.
Eigentlich hätte man den gleichen Weg wie beim Deaktivieren anderer JS erwartet.
Nämlich die Verwendung von wp_deregister_script.
jQuery deaktiviert man zb einfach so:

wp_deregister_script( 'jquery' );

 

Leider geht’s halt nicht so einfach. Daher entweder das Plugin installieren – was meist die besere Option ist. Alternativ kann man ja Teile des Plugin-Codes in ein (Child-)Theme übernehmen.

 

Soll ich den Emoji-Support deaktivieren?

Diese Frage muss jeder für sich selbst beantworten.

Es gibt genug Personen, die Emojis in ihren Inhalten verwenden. Wird der Support dafür deaktiviert, schauen die Text eventuell nicht mehr so gut aus.

Wird der Support deaktiviert, erspare ich mir weitere Requests und beschleunige die Ladezeit.

 

Lustiges Detail am Rande: Die Emoji-Unterstützung geht so weit, dass diese sogar in der Url erlaubt sind, siehe:


https://make.wordpress.org/core/2015/04/02/omg-emoji-%F0%9F%98%8E/

https://make.wordpress.org/core/2015/04/02/omg-emoji-%F0%9F%98%8E//

https://wordpress.org/plugins/disable-emojis/
https://wordpress.org/plugins/disable-emojis/

https://github.com/thierrypigot/mu-plugins/blob/master/deregister-emoji.php
https://github.com/thierrypigot/mu-plugins/blob/master/deregister-emoji.php

 

https://core.trac.wordpress.org/ticket/31701#comment:18
https://core.trac.wordpress.org/ticket/31701#comment:18

 

https://github.com/twitter/twemoji
https://github.com/twitter/twemoji

 

https://codex.wordpress.org/Emoji
https://codex.wordpress.org/Emoji

 

https://make.wordpress.org/core/tag/emoji/
https://make.wordpress.org/core/tag/emoji/

 

http://wordpress.stackexchange.com/a/185578
http://wordpress.stackexchange.com/a/185578

WordCamp Europe nächstes Jahr in Wien!

Tu felix Austria – wieder einmal.

Nachdem heuer das erste Mal überhaupt ein WordCamp in Österreich stattfand, setzt man noch eines drauf und macht Wien nächstes Jahr zum Veranstaltungsort des WordCamp Europe 2016.
Vom 24. bis zum 26. Juni wird es stattfinden:

https://twitter.com/WPVienna/status/614830584658063360

https://twitter.com/WPVienna/status/614830584658063360

 

https://twitter.com/onthisearth/status/614827378506903552

https://twitter.com/onthisearth/status/614827378506903552

 

 

https://twitter.com/RubenSutiloFoto/status/614832840618983424

https://twitter.com/RubenSutiloFoto/status/614832840618983424

 

 

 

Update vom 29. Juni 2015:
Es gibt jetzt auch eine offizielle Stellungnahme, warum Wien das Rennen als Veranstaltungsort für das WordCamp 2016 gemacht hat:
Wien hat die perfekten Veranstaltungsräumlichkeiten und mit Paolo Belcastro hat man einen Organisator vor Ort, der auch schon in den letzten drei Jahren bei der Organisation des WordCamp Europe dabei war.
Hier der Originalartikel mit weiteren Details zur Auswahl des Veranstaltungsortes:

https://europe.wordcamp.org/2015/how-we-selected-vienna-the-wordcamp-europe-2016-host-city/
https://europe.wordcamp.org/2015/how-we-selected-vienna-the-wordcamp-europe-2016-host-city/

 

Vom 24. bis 26. Juni 2016 darf Wien also die WordPress-Gemeinde zum Stelldichein begrüßen.

Wir freuen uns darauf!

 

 

https://europe.wordcamp.org/2015/
https://europe.wordcamp.org/2015/

Quo vadis custom fields?

Im Jahr 2013 haben wir hier kurz darüber berichtet, dass man Custom Fields (Post Meta) besser nutzbar machen und umfangreiche Funktionalität dazu in den Core geben möchte. Es gab Bestrebungen, das Handling, Aussehen und die Funktionalität in „Richtung“ Advanced Custom Fields (ACF) zu treiben.

Mit etwas mehr als einer Million aktiven Installationen weltweit gehört ACF zu den beliebtesten Plugins und dürfte das führende Post Meta Plugin sein.
Warum?
Weil es die Metadaten aufwertet und sich unsagbar viele Dinge damit umsetzen lässt.

Das blieb dem Core-Entwicklerteam natürlich nicht verborgen und deswegen gab es auch schon im Jahr 2013 diesen Feature-as-a-Plugin-Ansatz, den wir in einem Blogpost kurz thematisiert haben.

Leider ist daraus nichts geworden – das Projekt ist eingeschlafen.

Helen Hou-Sandí, ein relativ neues Mitglied im Core-Entwicklerteam, hat sich dieser Sache nun angenommen und haucht der Idee neues Leben ein, Metadaten stärker in den Vordergrund zur rücken.

Durch den Erfolg der WP (JSON) API wird WordPress immer mehr zum Framework oder zur Grundlage für WebApps. Was auf der Hand liegt, weil man sich dadurch die Datenbankabstraktion, Benutzerverwaltung, Medienverwaltung usw usf spart.

Die JSON API ist eeextremst Gold wert – aber sie deckt nicht alles ab? Was nicht? GENAU! Custom Fields sind derzeit nicht zufriedenstellend implementiert.

 

Daten leben  nicht nur vom vordergründigen Inhalt alleine, sondern auch von den Metadaten und genau da hakt es ein wenig bei WordPress.

Zwei Eingabefelder alleine reichen im Jahr 2015 nicht mehr, um Metainformationen zu speichern.

Deswegen ist ACF ja so genial. Responsive Images, Slider, rudimentäre Webshopfunktionalität, globale Texte, Suchkriterien, Sortierkriterien, Front-End-Editing, Tag-, Category-, Termimages, zusätzliche Termoptions, rudimentäre Übersetzungen, flexible Inhalte usw usf.
Alles, was man sich an Funktionalität und verbundenen Daten wünscht und aufgrund der Tabellenstruktur der Post-Meta-Tabelle noch einigermaßen performant mit Custom Fields lösbar ist, lässt sich mit ACF leicht realisieren.

Was sich leicht realisieren lässt, wird auch von Entwicklern dankend angenommen und verwendet – dann soll so eine Funktionalität aber in den Core, um die Weiterentwicklung zu sichern. (Man sieht es beim Ausscheiden von Sergej Müller aus dem WordPress Universum, dass wir zu Abhängig von einzelnen Personen sind und diese dann auch noch zu wenig finanzieren.)

Automattic macht das eh ziemlich gut, und angelt sich die bekannteren Entwickler. (Ja! Es geht um die Entwickler! Die Plugins stehen alle unter der GPL und können von jedem geforkt werden.)
Durch den Schritt, WooCommerce zu kaufen, wandert ein weiteres, sehr stark verwendetes Plugin in „Richtung“ Core. WooCommerce wird voraussichtlich nicht direkt in den Core aufgenommen werden sondern wahrscheinlich das JetPack Plugin bereichern. Dennoch ist es für uns WordPress-Entwickler wichtig, dass WooCommerce unter der Obhut des Core-Entwicklerteams steht, die Weiterentwicklung gesichert ist und nicht die Gefahr besteht, eingestellt zu werden.

Uns als Entwickler kommen solche Schritte sehr entgegen, weil dadurch eine Planungssicherheit entsteht.

Daher ist es auch ziemlich unverständlich, warum man Elliot Condon, den Mann hinter ACF, nicht anstellt oder ACF kauft. Elliot wird vielleicht persönliche Gründe haben, davon Abstand zu nehmen.

Schade ist es aber, dass so ein Deal anscheinend nicht zustande kommt.

Dennoch geht hier etwas weiter. Das Core-Team ist dran, fängt aber bei Null an. ACF oder Elliot mit im Team zu haben wäre ein Raketenstart für die Verbesserung des Meta Handlings. Das spielt’s leider nicht, daher werden derzeit kleinere Brötchen gebacken.

Mehr Infos dazu gibt es hier:

https://make.wordpress.org/core/2015/05/27/metadata-api-project-reborn-the-new-fields-api-project/
https://make.wordpress.org/core/2015/05/27/metadata-api-project-reborn-the-new-fields-api-project/

 

https://make.wordpress.org/core/components/options-meta/
https://make.wordpress.org/core/components/options-meta/

 

Wir werden sehen, ob sich zwei Jahre später mehr tut und Erfolge erzielt werden, wenn es um Meta Handling im Core geht. Das Vorhaben ist ja schon einmal gescheitert – ich wünsche Helen daher mehr Erfolg bei diesem Versuch. Im Optimalfall können wir dann kompliziertere Daten- und Beziehungsstrukturen im Backend in Core-Mentalität abbilden und per JSON auslesen. Out of the box.